Studie: Jeder dritte Deutsche betrügt seinen Partner

Das Fremdgehen führt in den meisten Beziehungen ein frühzeitiges Ende herbei. Wie häufig kommt es bei den Deutschen zu einem Seitensprung?

Etwa jeder dritte Bundesbürger (32 Prozent) hat einer Umfrage von zu-zweit.de zufolge seinen Partner betrogen. 38 Prozent der Befragten gaben an, dass sie schlichtweg nach Abwechslung suchten; 21 Prozent schoben die Schuld auf eine schlecht laufende Beziehung; 19 Prozent waren sexuell frustriert. Interessanterweise scheinen die Deutschen sich eher selten zu rächen: Nur eine von zehn Personen entschied sich für einen Seitensprung, nachdem sie selbst betrogen wurde. Wie heißt es so schön: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu.

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Ein Küsschen ist nicht so schlimm

Wann beginnt das Fremdgehen und wo hört es auf? 29 Prozent finden einen Kuss nicht so tragisch; elf Prozent lehnen ihn ab und weitere elf Prozent waren beim Schmusen eigenen Angaben betrunken. Für die Hälfte der Befragten ist das Fremdküssen ein No-Go.

Die Konsequenzen des Fremdgehens

40 Prozent der Deutschen, die von dem Seitensprung ihrer Partner erfahren, würden die Beziehung umgehend beenden; immerhin jeder Dritte (31 Prozent) lässt Gnade walten und ist für eine zweite Chance offen.

23 Prozent der Studienteilnehmer sehen die Situation etwas lockerer und würden eine offene Beziehung vorschlagen. Dann wäre jeder frei von der festen Bindung und könnte tun, was er wolle.

Rache ist süß, heißt es bekanntlich. Doch nur wenige Deutsche (sechs Prozent) scheinen Interesse an einer Rache zu haben.

Betrügen, aber nicht betrogen werden

Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) ist schon einmal fremdgegangen oder kann sich zumindest vorstellen, seine Lippen an eine fremde Person zu haften. Ironischerweise würde jeder Vierte (23 Prozent) der Untreuen der Beziehung ein Ende setzen, wenn sie selbst betrogen werden.

Verheiratete Deutsche scheinen beim Fremdgehen etwas kulanter zu sein. Die überwiegende Mehrheit (85 Prozent) würde einen Seitensprung zwar nicht gut finden, dem Partner aber eine zweite Chance einräumen.

Wann das Risiko eines Seitensprungs groß ist

Die Studie hat bereits gezeigt, dass Unzufriedenheit das Risiko erhöht, dass jemand fremdgeht. Zu den klassischen Gründen gehört die Flaute im Bett, aber auch der Drang nach Abwechslung, welcher wiederum auf eine schleifende Beziehung hindeuten kann.

Auf seiner Webseite hat der Urheber der Studie noch ein weiteres Detail zum Seitensprung bekannt gegeben: Nach einer dreijährigen Beziehung ist das Risiko des Fremdgehens am größten. Und: Im Sommer gibt es besonders viele Seitensprünge.

Zwischen den Geschlechtern gibt es überraschenderweise keine großen Unterschiede. Es gibt fast genauso viele untreue Männer (51 Prozent) wie Frauen (45 Prozent).

Eine gute Nachricht gibt es dann doch: Trotz eines Seitensprungs bleiben viele Paare am Ende zusammen. Ob das Fremdgehen selbst der Grund war, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass er eine Beziehung auf Trab bringen kann. Er kann ein Anzeichen dafür sein, dass in der Partnerschaft etwas nicht stimmt – und dieses Problem lässt sich in vielen Fällen lösen.

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