Aus Fucking wird Fugging: Ösi-Dorf ändert Namen

Fucking-Ortsschild

„Fucking“ ist nicht nur ein englischer Kraftausdruck, sondern auch ein kleines Dorf in Oberösterreich. Doch der aus dem kuriosen Ortsnamen entstandene Internet-Hype und die daraus resultierende weltweite Aufmerksamkeit hatte negative Folgen, sodass sich die Gemeinde nun zu einer Namensänderung gezwungen sieht.

Ortschaft Fucking heißt bald Fugging

Beschaulich geht es in einem kleinen Dorf in Oberösterreich schon lange nicht mehr zu. Grund: Das Dorf, um das es geht, trägt den kuriosen Namen „Fucking“. Genauso geschrieben wie der englische Kraftausdruck.

Aus dem sehr speziellen Ortsnamen entwickelte sich mit der Zeit ein regelrechter Internet-Hype, zum Beispiel in Form von lustigen Memes auf Social Media, und das Dorf erlangte weltweite Bekanntheit. Touristen und Selfie-Jäger aus den verschiedensten Ländern reisen deshalb nach Oberösterreich – in erster Linie nicht, um sich Fucking anzuschauen, sondern um sich vor den Ortsschildern zu fotografieren. Nicht selten in lasziven Posen.

Fucking-wird-Fugging

Doch damit ist bald Schluss. Denn der Hundert-Seelen-Ort Fucking, rund 10 km entfernt von der bayrischen Grenze, heißt nicht mehr lange Fucking. Das Dorf wird in „Fugging“ umbenannt.

Zwar hatte es bei Abstimmungen im Gemeinderat lange Zeit keine Mehrheit für eine Namensänderung gegeben. Aber das hat sich jetzt geändert. Denn die Bewohner haben nun endlich genug von den vielen Touristen und wollen wieder in Ruhe leben können.

Andrea Holzner, Bürgermeisterin der Gemeinde Tarsdorf zu der das Dorf gehört, sagt gegenüber dem österreichischen Portal oe24: „Die Entscheidung ist bereits durch den Gemeinderat durch.“ Ab dem 1. Januar 2021 tritt die Namensänderung in kraft.

Damit ist es dann wohl auch vorbei mit dem gratis Pornhub-Premium-Zugang, den der Porno-Gigant allen Bewohnern des Dorfes und anderen so genannten Pornhub-Premium-Orten gewährt hat. Man wird es wohl verschmerzen können.

Ortsschilder wurden wiederholt gestohlen

Ob „Fucking“ oder „Fugging“, die Aussprache macht im österreichischen Dialekt nahezu keinen Unterschied. International wird die Namensänderung ihre Wirkung hingegen nicht verfehlen. Schließlich ist die amüsante Dopplung mit dem englischen Kraftausdruck nun nicht mehr gegeben.

So sind unschöne Vorfälle, wie sie in den vergangenen Monaten und Jahren gehäuft aufgetreten sind, nun wohl Geschichte. Beispielsweise wurden die Ortsschilder beschmiert oder – noch schlimmer – gleich ganz abmontiert. Denn anscheinend hatten irgendwelche übereifrigen Touristen mit einer gehörigen Portion an krimineller Energie den Einfall, sich nicht nur auf Selfies vor dem Ort Fucking zu verewigen, sondern ließen als Beweis ihrer Anwesenheit einfach das ganze Ortsschild mitgehen.

Letzten Endes sah man sich dazu gezwungen, die Ortsschilder einzubetonieren und zu verschweißen. Sobald Fucking zum Jahreswechsel dann Fugging heißt, wird das wohl nicht mehr nötig sein.

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