Spanking: Wenn Hintern verhauen für lustvollen Schmerz sorgt

Spanking hat es spätestens seit „50 Shades of Grey” aus dem Lust-Archiv experimentierfreudiger BDSM-Liebhaber auch in die Schlafzimmer „gewöhnlicher” Männer und Frauen geschafft. Doch bei dieser speziellen sexuellen Spielart geht es um weit mehr als nur einen Klaps auf den Hintern. Was genau Spanking ist und was es alles darüber zu wissen gibt, erfahrt ihr hier.

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Was bedeutet Spanking?

Der Begriff „Spanking” stammt ursprünglich aus dem Englischen und wird dort nicht ausschließlich im Zusammenhang mit Sex verwendet. Denn „(to) spank” heißt ganz allgemein „jemandem den Hintern versohlen”. Jedoch ist auch der Bezug zu der sexuellen Spielart in der Übersetzung „jemanden einen Klaps auf den Hintern geben” eine akzeptierte Verwendungsweise.

So kam es wie es kommen musste, dass in den 1990er-Jahren mit der zunehmenden Globalisierung und stärker werdenden Vernetzung durch das Internet „Spanking” auch im deutsprachigen Raum eingeführt und verbreitet wurde – und zwar in seiner Bedeutung im XXX-Kontext.

Dabei ist diese Spielart in erster Linie eine Vorliebe von BDSM-Anhängern (oder sollte man besser sagen „war”). Inzwischen wird sie nämlich schon lange nicht mehr nur in der SM- und Bondage-Szene praktiziert, sondern sorgt weit darüber hinaus für lustvolle erotische Erlebnisse.

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Sex mit Po versohlen: Was ist der Reiz?

Der ein oder andere wird sich sicherlich fragen, was an Spanking sexy sein soll. Schließlich sollte Sex doch etwas mit Zärtlichkeit und einem liebevollen Umgang zu tun haben.

Aber genau das ist der Punkt! Auch ein sanfter Klaps auf den Po kann ein Ausdruck von Zuneigung und sexueller Anziehung sein – und als lustvoll empfunden werden. Ein passender Begriff, um das zu beschreiben, ist vermutlich „Lustschmerz”.

Paar hat Spanking Sex
Foto: Reshetnikov_art – Shutterstock.com

Denn Spanking-Spiele weichen von den herkömmlichen 0-8-15-Sexpraktiken ab und sind grenzüberschreitend. Sie verbinden die eigentlich gegensätzlichen Pole von Lust und Schmerz miteinander, woraus eine explosive Mischung entsteht, die den Sexpartnern einen besonderen Kick gibt. Der Kick des Verruchten, des Unanständigen, des Verbotenen.

Und genau das ist für Mann und Frau der große Reiz an Spanking. Eine Extremsituation, die als so erregend empfunden wird, dass sich beim Spanking sogar die Intensität des Orgasmus steigern kann.

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Mehr als nur der Po: Weitere Körperstellen, die sich für Spanking eignen

Auch wenn Spanking in der ursprünglichen Bedeutung nur einen Klaps auf den Hintern vorsieht, ist diese in einem sexuellen Kontext inzwischen auf weitere Körperstellen ausgeweitet worden. Zum Beispiel Oberschenkel, Waden, Rücken oder Füße.

Allerdings ist das nicht als Freifahrtschein zu verstehen, ohne Ausnahme jede Region des Körpers vom Partner in die spezielle Spielart einbinden zu dürfen. Denn es gibt einige Tabuzonen, die für Sex mit Versohlen nicht geeignet sind. Und das sind all jene Stellen, die weder durch Knochen noch durch eine Muskel- bzw. Fettschicht geschützt sind.

Einige Beispiele: Gelenke, Schienbein, Lendengegend, Brust, Wirbelsäule. Um Verletzungen beim Spanking zu vermeiden, solltet ihr diese Körperregionen beim Ausleben eures Fetisch unbedingt umgehen.

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Spanker und Spankee: Rollenverteilung beim Spanking

Vor einer Spanking-Session stellt sich natürlich die Frage: Wer schlägt, wer lässt sich schlagen? Oder weniger martialisch ausgedrückt: Wer ist der dominante/aktive, wer der unterwürfige/passive Part?

Obwohl hierbei zwischen den Geschlechtern keine per se vorgesehene Rollenverteilung festgelegt ist, sieht es in der Praxis dann doch oft so aus, dass Männer den Hintern versohlen (Spanker) und Frauen den Hintern versohlt bekommen (Spankee). Letztlich steht es euch aber frei, wem welche Rolle zugewiesen wird.

Frau beim Spanking mit ihrem Mann
Foto: LTim – Shutterstock.com

Es gibt durchaus auch Frauen, die ihrem Sexpartner in der Rolle der Spankerin nur allzu gerne den Po verhauen.

Oder ihr wechselt euch einfach ab. Erst übernimmt der Mann beim Spanking die aktive Rolle, dann die Frau. Auch das könnte zu einem aufregenden Lust-Erlebnis voller Hingabe und Leidenschaft führen.

Und Lust ist ein gutes Stichwort. Denn beim Spanking empfindet nicht etwa nur der, der die Strafe empfängt, sexuelle Lust, sondern auch der Bestrafende. Sich jemanden untertan zu machen und die Kontrolle über die Situation zu haben, kann genauso erregend sein wie das devote Ausgeliefertsein und die leichten Schmerzen.

Zudem lieben viele das Machtgefälle und empfinden dies als sexy.

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Diese Spanking-Instrumente und -spielzeuge gibt es

Mit den Händen lässt sich sicherlich schon viel anstellen. Doch noch mehr Spaß macht diese Spielart mit passenden Hilfsmitteln. Auf steeltoys.de berichtet Userin Sabrina von ihren Spanking-Erfahrungen: „Wir haben ein ganzes Arsenal an Toys, wie Peitschen, Riemen und Co. Abwechslung der Toys bringt immer wieder neue Lust zum Vorschein. Spanking wird gewiss niemals langweilig.”

Neben den genannten Tools gibt es noch viele weitere, die beim Spanking die Flamme der Leidenschaft ordentlich zum Lodern bringen können. Zum Beispiel Birkenrute oder Rohrstock.

Zudem lassen sich dafür auch einige Haushaltsgegenstände hervorragend verwenden. Teppichklopfer, Rückseite der Haarbürste und Co. machen aus Spanking schnell ein erotisches Erlebnis der Extraklasse.

Spanking und BDSM: Der Besuch bei einer Domina

Auch wenn Spanking zunehmend im Rahmen von ansonsten harmlosen Rollenspielen praktiziert wird, ist es tief mit der BDSM-Szene verwurzelt. Nicht zufällig ist der Übergang von speziellen Bondage- oder SM-Praktiken zu Spanking fließend.

Frau bereitet sich für BDSM Spanking vor
Foto: Media Home – Shutterstock.com

Um ihren Vorliebe für Spanking ohne Scham und Vorurteile ausleben zu können, besuchen deshalb viele Männer regelmäßig eine Domina. Das gilt vor allem für diejenigen, die in ihrem normalen Leben selten die Gelegenheit haben, sich komplett fallenzulassen und die Kontrolle abzugeben.

Und genau das können sie dort tun. Beim Spanking mit einer Domina geben sie sich dieser mit jeder einzelnen Faser ihres Körpers hin. Lassen sich mit Peitsche, Rohrstock und Birkenrute den Hintern versohlen, weil es ihnen unbändige Lust bereitet. Ein außergewöhnliches Erlebnis gegen Bezahlung.

Mit Codewörtern für Sicherheit beim Spanking sorgen

Eine Domina weiß genau, wie wichtig Vorsicht vor Verletzungen beim Spanking ist. Wer diese Spielart hingegen privat praktiziert, dem sind die Risiken vermutlich nicht so bewusst.

Deshalb gilt: Einigt euch mit eurem Spanking-Partner im Vorhinein auf eindeutige Codewörter, die für „Stopp” oder „härter” stehen. Nur so kann der passive Part unmissverständlich klar machen, wenn die Schläge zu schmerzhaft sind, wenn die Schläge gerade nicht hart genug sind oder wenn die Frequenz der Schläge zu hoch oder zu niedrig ist.

Denn Spanking, ob nun auf den Hintern oder anderen Körperstellen, hat nichts mit Erniedrigung zu tun. Spanker wie auch Spankee sind an einer lustvollen Erfahrung interessiert, die uneingeschränkt Vergnügen bereitet. Und das heißt im Klartext, dass sich beide Partner wohlfühlen sollen, ohne das Gefühl von Demütigung. Nur wenn Erniedrigung nach Absprache zum Spiel selbst dazugehören soll und somit als erregend empfunden wird, ist dagegen nichts einzuwenden.

Wer ein sicheres Erotik-Abenteuer erleben will, sollte daher nicht auf Codewörter verzichten.

Die gängigsten Spanking-Positionen

Die Bandbreite an Sexstellungen ist gigantisch. Beim Spanking ist es nicht anders. Ein breites Spektrum an unterschiedlichen Positionen lädt zum Experimentieren ein und ermöglicht eine aufregende erotische Entdeckungsreise durch diese vielfältige sexuelle Spielart.

Einer der Klassiker unter den Positionen, die in keinem Spanking-Guide fehlen darf, ist OTK, was für „over the knees” steht. Hierbei sitzt der dominante Part auf einem Stuhl oder auf der Couch, während der passive Part mit dem Bauch voraus über dessen Knie gelegt den Hintern zum Versohlen in Stellung bringt. Eine der intimsten Positionen, da sehr enger Körperkontakt besteht.

Mann will Frau den Po versohlen
Foto: alexkoral – Shutterstock.com

Ähnlich beliebt und verbreitet für Spanking ist eine Position, die auch als gewöhnliche Sex-Stellung eine hohe Popularität genießt: Doggystyle. Die Ausführung sieht so aus, dass sich der Sub auf alle Viere begibt, um sich den sanften Züchtigungen des Doms hinzugeben. Geeignet ist diese Position vor allem für Klapse auf den Po oder die Fußsohlen.

Ein wenig ungewöhnlicher ist die sogenannte Kerze. Eine Position, bei der sich der Sub auf den Rücken legt und die Beine gerade nach oben streckt. Die Haltung wird mit den Armen stabilisiert. Da diese Position anstrengend sein kann und eine gewisse Körperkontrolle erfordert, ist sie für Ungeübte eher ungeeignet.

Und nun noch eine letzte Position: Sub im Stehen an der Wand abgestützt. Der Sub sollte hierbei einen gewissen Abstand zur Wand halten und sich zum Hohlkreuz leicht nach vorne beugen. Da diese Position kaum Anstrengung erfordert, gilt sie als sehr angenehm.

Diese Spanking-Instrumente und -spielzeuge gibt es

Mit den Händen lässt sich sicherlich schon viel anstellen. Doch noch mehr Spaß macht diese Spielart mit passenden Hilfsmitteln. Auf steeltoys.de berichtet Userin Sabrina von ihren Spanking-Erfahrungen: „Wir haben ein ganzes Arsenal an Toys, wie Peitschen, Riemen und Co. Abwechslung der Toys bringt immer wieder neue Lust zum Vorschein. Spanking wird gewiss niemals langweilig.”

Neben den genannten Tools gibt es noch viele weitere, die beim Spanking die Flamme der Leidenschaft ordentlich zum Lodern bringen können. Zum Beispiel Birkenrute oder Rohrstock.

Zudem lassen sich dafür auch einige Haushaltsgegenstände hervorragend verwenden. Teppichklopfer, Rückseite der Haarbürste und Co. machen aus Spanking schnell ein erotisches Erlebnis der Extraklasse.

Spanking-Tutorial und -Tipps für Einsteiger

Spanking soll in erster Linie allen Parteien Spaß machen. Damit ihr als Einsteiger nicht überfordert seid, solltet ihr deshalb einige Tipps beachten.

Der erste Schritt für einen gelungen Start in die Welt des Spanking ist die richtige Wahl des Hilfsmittels. Hierfür gilt: Zu harte Gegenstände sind für den Anfang ungeeignet. Am besten nehmt ihr fürs Spanking zunächst nur die bloße Hand. Denn mit dieser könnt ihr die Intensität der Schläge am besten regulieren. Ihr solltet unbedingt sanft anfangen, damit sich der Sub langsam an das Prozedere gewöhnen kann.

Frau ist gefesselt und bekommt Schläge auf den Hintern
Foto: LightField Studios – Shutterstock.com

Achtet zudem auf die Gesundheit und die körperliche Verfassung des Subs. Andernfalls könnten Schläge auf den Hintern unschöne Folgen haben, die ihr sicherlich gerne vermeiden würdet.

Ebenso – und das ist der letzte wichtige Aspekt, der auf keinen Fall außen vor gelassen werden sollte – ist die Sauberkeit vor jeder Spanking-Session sicherzustellen. Insbesondere bei ständig wechselnden Partnern.

So findet ihr Spanking-Kontakte zum Hintern verhauen (lassen)

Sucht ihr Spanking-Kontakte, schaut ihr euch am besten mal auf BDSM-Kontaktbörsen im Internet um. Dort könnt ihr Männer und Frauen für Spanking-Chat oder sogar -Treffen kennenlernen.

Außerdem gibt es spezielle Kontaktbörsen und Foren, die sich ausschließlich an Spanking-Interessierte richten.

Wer die Offline-Suche nach Gleichgesinnten bevorzugt, hat die Möglichkeit, eine BDSM- oder Spanking-Party zu besuchen. Derartige Veranstaltungen werden meist in BDSM-Foren angekündigt.

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